Einstieg Bienen und Hummeln

Bienen und Hummeln in Ihrem Garten!

Passend zu unserem BLOG-Artikel vom Anfang der Woche, der sich mit der pflanzlichen Artenvielfalt im sommerlichen Garten befasst, wollen wir nun Bienen und Hummeln als tierische Vertreter des Sommers vorstellen. Wie auch schon in unseren vergangenen Artikeln über Kleintiere undVögel, für die unsere heimischen Gärten vor allem im Herbst und Winter eine sehr wichtige Rolle spielen, wollen wir nun die wichtigsten sommerlichen Nahrungsquellen und Rückzugsorte für unsere Blütengäste vorstellen.

Bienen und Hummeln sind sehr wichtig für Natur und Mensch, da sie in ihrer Rolle als Blütenbestäuber für eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt sorgen. Doch Ihr Lebensraum ist sehr bedroht, da es immer weniger Blumenwiesen, Obstbäume und sonstige Pollen- und Nektarquellen in der freien Natur und im heimischen Garten gibt. Im Folgenden stellen wir Ihnen daher verschiedene Tipps und Tricks vor, mit denen Sie möglichst viele Nahrungsangebote für Bienen und Hummeln in Ihrem eigenen Garten oder auch auf dem Balkon schaffen können.

Bienen- und hummelfreundliche Pflanzauswahl

Die einfachste und effektivste Variante, um möglichst viele Bienen und Hummeln anzulocken, ist die Verwendung von Pflanzen, die besonders interessant für diese Blütengäste sind. Dabei gilt: Je höher der Pollen- und Nektargehalt, desto nahrhafter! Die Blüten von Beetpflanzen wie Astern, Lupinen oder Stockrosen aber auch die von heimischen Gehölzen wie der Schlehe, Kornelkirsche oder Weißdorn und Kletterpflanzen wie Efeu oder Waldrebe ziehen Bienen und Hummeln förmlich an.

Glockenblume

Die Gattung der Glockenblumen umfasst über 300 verschiedene Arten. Eines haben all diese Glockenblumen gemeinsam: mit ihren weißen oder in verschiedenen Blau- und Violetttönen gefärbten Blütenmeeren ziehen sie in den Sommermonaten eine Vielzahl von Bienen und Hummeln an. Sie stellen somit von Juni bis September eine wichtige Nektarquelle dar. Dank der großen Auswahl an Arten und Sorten gibt es für fast jeden Standort und Boden die passende Glockenblume.

Sonnenhut

Der Sonnenhut beweist, dass Bienen und Hummeln über einen langen Zeitraum im Jahr und zwar vom Frühling bis in den Herbst aktiv sind. Trotz seiner spätsommerlichen Blüte zwischen Juli und Oktober ist der Sonnenhut nämlich eine sehr wertvolle Nahrungsquelle für die Blütengäste. Seine leuchtend gelben Blütenköpfe sind schon aus großer Entfernung erkennbar und weisen den Bienen und Hummeln somit den Weg. Am wohlsten fühlt sich der Sonnenhut dabei in einem sonnigen Beet mit nährstoffreichem Boden.

Kapuzinerkresse

Die Blühfreudigkeit der Kapuzinerkresse sorgt zwischen Juni bis September für ein Meer aus leuchtenden Gelb-, Orange- und Rottönen. Die enorme Größe dieser Blüten trägt zusätzlich dazu bei, dass für Hummeln und Bienen kein Weg an der Kapuzinerkresse vorbeiführt. Die eher kleinen, einjährigen Sorten etablieren sich auch immer mehr zu einer pflanzlichen Abwechslung auf dem Balkon.

Weißdorn

Nicht nur das bunte Blumenbeet sondern auch verschiedene einheimische Gehölze und Wildsträucher blühen in unseren Gärten besonders prächtig. Ein verlässlicher Vertreter dieser Kategorie ist der Weißdorn, der mit seinen weißenbis rosafarbenen Blüten die Hummel- und Bienenwelt unterstützt. Dank der unterschiedlichen Wuchsformen vom wildwachsenden Großstrauch bis zum kleinkronigen Zierbaum ist der Weißdorn sehr vielseitig im Garten einsetzbar.

Himbeere

In fast jedem Garten findet sich ein Bereich mit Nutzpflanzen. Wenn es nicht gleich der üppige Bauerngarten ist, dann doch wenigstens ein Kräuterbeet oder ein paar Beerensträucher. Doch die Ernte dieser Pflanzen würde deutlich geringer ausfallen, wenn sie nicht regelmäßig von Bienen und Hummeln angeflogen werden. Die Himbeere als wohl beliebtester Vertreter der Beerensträucher ist daher nicht nur wichtige Nahrungsquelle für die Blütengäste selbst, sondern beglückt auch Sie als Gartenbesitzer nach erfolgreicher Bestäubung mit leckeren, süßen Früchten.

Weitere Tipps für mehr Bienen und Hummeln

Doch nicht nur mit dieser gezielten Pflanzauswahl können Sie steuern, wie wohl sich die Blütengäste bei Ihnen fühlen. Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, möglichst einheimische und standortangepasste Pflanzen zu verwenden. Diese gedeihen am besten in Ihrem Garten und sind somit besonders nahrhaft. Außerdem können Sie bunte Blumenwiesen statt akkurater Rasenflächen in Ihrem Garten anlegen. Bereits seltener zu mähen reicht aus, um mehr Lebensraum für Bienen und Hummeln zu schaffen.

Eine weitere Hilfe sind so genannte Insektenhotels. Diese sind in verschiedenen Größen und Formen erhältlich, können aber auch gut und einfach selbst gebaut werden. So findet man beispielsweise beim NABU verschiedene Anleitungen und Information zu den Nistmöglichkeiten für Bienen und Hummeln.

Helfen Sie uns, mehr Lebensraum und Nahrungsquellen für Bienen und Hummeln im heimischen Garten zu schaffen! Die Blütengäste werden es Ihnen mit reichen Ernten, bunten Blumen und einem zufriedenen Brummen danken.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.