Titelbild Schneeweißchen und Rosenrot

Schneeweißchen und Rosenrot – Winterschutz für Rosen

Anlässlich des zweiten Advents möchten wir Sie heute erneut zu unserer winterlichen Märchenstunde einladen. Nachdem wir in der letzten Woche die Geschichte des Väterchen Frosts vorstellten, soll heute das Märchen von Schneeweißchen und Rosenrot im Mittelpunkt stehen.

Das Märchen

„Einst lebte eine Witwe mit ihren zwei Töchtern in einem Hüttchen. In ihrem Garten standen zwei schöne Rosenbäumchen: Das eine weiß, das andere rot. Weil diese Rosen ihren Töchtern so gleich waren, benannte sie ein Mädchen Schneeweißchen und das andere Rosenrot.

Es wurde Winter und so kam es, dass ein sprechender Bär an die Tür klopfte und um eine Nacht am wärmenden Feuer bat. Man gewährte ihm Einlass und er freundete sich mit den Töchtern an. So kam er jede Nacht bis der Frühling hereinbrach. Schweren Herzens ließen die Schwestern ihn gehen.

Einige Zeit später begegnete den Mädchen im Wald ein merkwürdig aussehender Zwerg, dessen langer Bart eingeklemmt war. Unfreundlich befahl er den Mädchen ihn zu befreien. Schneeweißchen schnitt ein Stückchen des Bartes ab. Anstatt ihnen zu danken, zeterte der Zwerg und lief davon. Sie trafen ihn später erneut, als sein Bart in einer Angelschnur verfangen war und noch einmal, als ein Vogel ihn beim Bart gepackt hatte. Beide Male eilten Schneeweißchen und Rosenrot zu Hilfe, aber jedes Mal mussten sie ein kleines Stück vom Bart abschneiden. Der Zwerg blieb undankbar und beschimpfte die Schwestern fürchterlich.

Als der Zwerg gerade wunderschön glänzende Edelsteine betrachtete, begegneten die Mädchen ihm erneut. Erzürnt wollte er die Mädchen fortschicken, da erschien plötzlich wieder der Bär. Der Zwerg rief ihm zu, er solle die Mädchen fressen. Der Bär holte aus und traf den Zwerg. Da fiel das Bärenfell von ihm herab und es erschien ein schöner Prinz. Er erklärte, er sei verzaubert worden, damit der Zwerg seine Edelsteine stehlen könne. Nun aber sei der Zauber gelöst. Der Prinz nahm Schneeweißchen zur Frau, Rosenrot heiratete seinen Bruder und sie lebten glücklich mit ihrer Mutter im Palast. Die beiden Rosenbäume nahmen sie mit.“

Rosenpflege im winterlichen Garten

Die Rose spielt nicht ohne Grund in verschiedenen Märchen und auch in unseren Gärten eine wichtige Rolle. Sie wird als Königin der Blumen bezeichnet, da sie mit ihrem betörenden Duft und ihren vielen schönen Blüten verzaubert. Jedoch erfordert sie auch regelmäßiger Pflege. Besonders im Winter, sobald die ersten Minusgrade erreicht wurden, bedarf es ein paar wichtiger Schutzmaßnahmen:

  • Anhäufeln:

Die Veredlungsstelle, die empfindlichste Bereiche der Rose,  sollte mindestens 5 cm unter der Erde liegen. Ist dies nicht der Fall, ist es ratsam 10 bis 20 cm Erde anzuhäufeln, um die Veredlungsstelle und die Wurzeln zu schützen. Außerdem empfiehlt es sich, die Erde zusätzlich mit Laub oder Reisig abzudecken. Besonders bei Stamm- und frostempfindlichen Rosen sollte zusätzlich noch ein Jutesack locker über die Krone gestülpt und befestigt werden, um Frostschäden zu vermeiden.

  • Schneelast entfernen:

Schnee hat eine dämmende Wirkung und kann vor Frostschäden schützen. Daher wird er gerne auf den Pflanzen liegen gelassen. Wenn jedoch besonders große Massen auf den Trieben liegen, können diese unter der Last brechen. Die Bruchstellen reagieren dann sehr empfindlich auf Kälte. Aus diesem Grund empfehlen wir nach einem besonders intensiven Niederschlag den Schnee von den Trieben zu entfernen.

  • Kübelrosen schützen:

Auch bei Kübelrosen sollte ein Frostschutz durch Anhäufeln der Erde und einen zusätzlichen Kronenschutz erfolgen. Ein windgeschützter Standort und eine wärmende Schicht aus Jute oder Vlies rund um den Kübel sind notwendig, um die Rose schadenfrei durch den Winter zu bringen.

Christrosen als Winterblüher

Normalerweise blühen Rosen vom Sommer bis in den späten Herbst hinein. Die sogenannte Schneerose – auch Christrose genannt – öffnet allerdings erst jetzt ihre sternförmigen Blüten. Auch wenn sie nicht zu den Rosengewächsen gehört, ist sie eine sehr ansehnliche Staude, die bis in die Frühjahrsmonate blühen kann. Christrosen mögen einen halbschattigen, kalkhaltigen Standort im Garten. Über die Feiertage verträgt sie aber auch einen kurzen Aufenthalt im warmen Haus als dekorativer Weihnachtsschmuck. Danach sollte sie aber dringend ausgepflanzt werden, wenn man sich auch die nächsten Jahre an ihrer Schönheit erfreuen möchte.

Einen schönen zweiten Advent mit Rosenduft im Haus wünscht Ihnen das Team von Gardomat!


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