Fischteich mit Kois

Teichbau – Wie lege ich einen Teich richtig an?

Wasser im Garten

Wasser spielt bei der Gestaltung von Gärten eine wesentliche Rolle. Es lässt sich in jeden Gartenstil integrieren, ob als Schwimmteich, Zierfischteich oder als Wasserspiel in Form einer Wasserwand.

Dem Garten werden durch dieses Element neue Dimensionen von Geräuschen, Spiegelungen und Bewegungen verliehen.

 

Ausrichtung des Teiches

Teichpflege

Teichpflege

Zunächst sollte der Gartenbesitzer allerdings genau wissen wozu er den Teich anlegen möchte. Soll er nur eine beruhigende Wasserfläche in einem Wasserbecken sein, eine Vogeltränke oder ein Schwimmteich mit Pflanzen und Lebewesen.

Dies lässt sich natürlich sehr gut von den Vorlieben und dem vorherrschenden Gartenstil ableiten. Moderne Gärten haben häufig Wasserbecken mit einer unbewegten Wasseroberfläche, aber auch Wasserfälle aus einer Wand in ein Becken sind hier anzutreffen. Seerosen- und Schwimmteiche findet man in romantischen und natürlichen Gärten.

 

Standortwahl

Hat sich der Gartenbesitzer für eine Teichvariante entschieden ist der nächste Schritt einen geeigneten Platz zu finden. Einen Teich ziellos in den Garten zu bauen kann das Gesamtbild zerstören. Wichtig ist hier die Frage nach dem Zweck des Teichs. Ein Springbrunnen beispielsweise wird häufig in der Nähe eines Sitzplatzes angelegt um das plätschernde Geräusch zu hören. Einen Teich, der die Sonne durch die Fenster ins Haus reflektieren soll wird in der Nähe des Hauses platziert.

 

Ein Gartenteich braucht Sonne

Grundsätzlich braucht ein Gartenteich viel Sonne, so dass ein gänzlich schattiger Bereich des Gartens nicht in Frage kommt. Wichtig ist zudem den Teich nicht an der niedrigsten Stelle des Gartens anzulegen. Die Frostgefahr ist hier am größten. Zudem besteht die Gefahr, dass Chemikalien, die an anderer Stelle des Gartens zum Einsatz kommen ungehindert in den Teich fließen und so das Gleichgewicht des Teiches erheblich stören.

 

Größe des Gartenteiches

Der Größe des Teiches sind kaum Grenzen gesetzt. Es gibt ganz kleine Teiche in bspw. einem versenkten Mörteltrog bis zu mehreren 100qm großen Schwimmteichen. Kleine Teiche haben den Nachteil, dass sie sich schneller erwärmen und so die Algenbildung begünstigt wird.

 

Form des Gartenteiches

Die Form des Gartenteiches sollte sich dem Gartenstil anpassen. Formfreie oder runde Teiche sind eher in einem romantisch, natürlichen Garten zu platzieren. Auch wenn der Teich ‚künstlich’ angelegt ist, sollte er doch so natürlich wie möglich wirken.

Bei einem modernen Gartenstil ist ein formaler Teich ratsam. Die Kanten eines eckigen Teiches sollten daher parallel  zu den Seiten des Gartens ausgerichtet sein.

 

Tiefe und Gefälle des Gartenteiches

Die Tiefe des Gartenteiches kann man leicht berechnen. Eine sacht abfallende Teichmulde ist mit einem Gefälle von 1:3  bis zum Teichboden anzulegen.

Der Gartenbesitzer sollte zudem darauf achten, dass die verschiedenen Bereiche (Flachwasserzone, Seichtwasserzone und Tiefwasserzone) mit berücksichtigt werden. Sie stellen eine verkleinerte Nachbildung eines ‚normalen’Teiches dar.

Das stufenförmige Teichprofil ermöglicht den Pflanzen besseren Halt auf der glatten Teichfolie zu finden.

 

Teichbau

terrassierter Aufbau mit Folienabdichtung

terrassierter Aufbau mit Folienabdichtung

Sobald die Grube für den Teich ausgehoben ist, sollte der Boden abgedichtet werden. Hierbei gibt es 3 Möglichkeiten.

Die natürlichste Abdichtung erfolgt mit Ton. Allerdings sind hier (falls der Boden nicht gerade ein Lehm- oder Tonboden ist) sehr dicke Tonschichten und ein sorgfältiges Stampfen notwendig.

Die zweite und praktikabelste Möglichkeit des Abdichtens ist das Auslegen mit einer Teichfolie.

Hier kann man zwischen den verschiedenen Materialien, Farben und Stärken wählen.

Die Verwendung von Fertigbecken soll als dritte Möglichkeit genannt werden. Diese sind sehr haltbar, jedoch in Ihrer vorgegebenen Form nicht flexibel.

 

 

Fischteiche

Kois in Zierfischteich

Kois in Zierfischteich

Jeder Teich entwickelt sich mit der Zeit auf seine Weise weiter. Je nach Umgebung werden sich nach einigen Jahren bestimmte Tiere darin finden. Diese Gemeinschaft verändert sich ständig, aber trotz dessen gibt es ein ‚biologisches Gleichgewicht’.

Dieses kann durch den Eingriff des Menschen zum Beispiel durch Besatz mit Fischen gestört werden. Die meisten Fische sind Allesfresser und fressen sowohl Pflanzen als auch den Nachwuchs anderer Teichbewohner.

 

Voraussetzungen für einen Fischteich

Die wichtigste Voraussetzung zur Besiedlung mit Fischen ist daher ein ausreichend großer Teich (mind. 20qm) und sauberes, sauerstoffreiches Wasser. Es gilt hier die Faustregel: für eine 30x30cm Wasseroberfläche kann man einen 5cm langen Fisch halten. Zudem sind Unterwasserpflanzen und eine Tiefwasserzone (mind. 1,20m) mit relativ konstanter Temperatur nötig.

 

spezifische Ansprüche der Fischarten

Die Ansprüche der gewählten Fischart sollten nicht unbeachtet bleiben. Tonröhren, Steine und Baumwurzeln schaffen Versteckmöglichkeiten.

Für einen Naturteich eignen einheimische Wildfische, wie Dreistacheliger Stichling, Häsling oder Bitterlinge. Diese leben sich schnell ein und werden schon bald laichen.

 

Zierfische

Für Zierfische wie Kois und Goldfische ist ein anderes Gewässer notwendig. Die benötigte Wassertiefe beträgt bei diesen Arten mind. 1,50 m. Zudem ist eine aufwändige Filter- und Umwälzanlage nötig.


Ein Gedanke zu „Teichbau – Wie lege ich einen Teich richtig an?

  1. Meinen Dank für die Standardnormen! Von einem Fischteich träumt mein Mann! Mit unserem Nachbarn haben die beiden die Baggerarbeiten ausgeführt. Wir offen, der Teich würde im Einklang mit dem Wald am Stadtrand stehen.

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