Einstiegsbild Treppen & Rampen

Treppen & Rampen als Lösung für Höhenunterschiede

In fast jedem Garten gibt es sie – mal mehr, mal weniger – und in jedem Fall muss man eine gestalterisch und funktional sinnvolle Lösung für sie finden: die Höhenunterschiede!

In diesem BLOG-Artikel zeigen wir Ihnen, welche Möglichkeiten es gibt, um Höhenunterschiede im Garten zu überwinden und welche Vorgaben es dabei zu beachten gibt.

Zugang zum Wohnhaus mittels Treppe und Rampe.
So ist auch ein barrierefreier Zugang gewährleistet.

Einen Höhensprung findet man heutzutage in fast jedem Garten vor. Diese können von Grundstück zu Grundstück ganz unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Mal sind es nur ein paar Zentimeter vom Gartenweg hinauf zum Eingangspodest der Haustür, mal sind es aber auch mehrere Höhenmeter, die den Vorgarten vom Hauptgarten eines Hanggrundstücks trennen.

In jedem Fall sollte man sich beim Überbrücken dieser Höhenunterschiede im Klaren darüber sein, welche gestalterischen und funktionalen Möglichkeiten man dafür hat und wie man dabei mit dem Thema der Barrierefreiheit umgehen möchte. Die beiden wichtigsten baulichen Elemente, die hierfür infrage kommen, sind zum einen die Treppenanlagen und zum anderen die Rampen, welche im Folgenden vorgestellt werden.

1. Option: Treppen

Die Treppen sind die wohl gängigste Variante, um von einer Ebene hoch bzw. runter auf eine andere Ebene im Garten zu gelangen. Es gibt sie in den verschiedensten Größen, Formen und Konstruktionen: von nur ein paar Stellstufen im Hang bis hin zu einer freitragenden Treppe.

Per Definition besteht eine Treppe aus mindestens drei aufeinanderfolgenden Stufen. Diese Stufen können in unterschiedlicher Höhe und Breite ausgeprägt sein. Für den Privatbereich gelten als gängige Maße eine Steigung von 14 bis 18 cm (in Ausnahmefällen wie einer steilen Kellertreppe sind auch Stufenhöhen bis 25 cm möglich) bei einem Auftritt von 32 bis 40 cm. Man sollte in jedem Fall auf ein auf das Schrittmaß abgestimmtes Steigungsverhältnis achten, damit man die Treppe bequem benutzen kann.

Eine Treppensituation aus Blockstufen, eingerahmt von einer Mauersituation
und der Nutzung dieser für ein Hochbeet.

Auch bei Treppen gibt es zum Thema Barrierefreiheit Einiges zu beachten, um die Benutzung der Stufen körperlich eingeschränkten Personen zu erleichtern. So sollte man je nach örtlichen Begebenheiten nach 6 – 12 (max. 18) aufeinanderfolgenden, möglichst flachen Stufen ein Zwischenpodest von mindestens 1,5 m Breite einfügen, um den Komfort zu erhöhen und die Anstrengungen der Treppennutzung zu reduzieren. Außerdem erleichtern seitlich angebrachte Geländer und Handläufe den Gang auf die nächste Ebene.

2. Option: Rampen

Eine weitere Möglichkeit, um Höhenunterschiede im Garten zu überwinden, sind die Rampen. Auch hier gibt es ganz unterschiedliche Erscheinungsbilder von einer einfachen Rasenrampe, die sich unauffällig in die Gartengestaltung integriert, bis hin zu einer barrierefreien eingebauten Anlage mit verschiedensten Ausstattungselementen.

Wer nur schnell (mit Kinderwagen, Rasenmäher o.Ä.) von oben nach unten kommen möchten und dabei auf lästige Stufen verzichten will, der nutzt gerne eine Rampe, die je nach Nutzungsintensität und angrenzender Gestaltung als Rasen- oder aber auch als Pflasterfläche ausgeprägt sein kann. Der Neigungswinkel solcher Rampen ist im Privatraum nicht vorgegeben. Damit man sie aber überhaupt begehen kann, sollte die Neigung je nach Häufigkeit und Art der Nutzung maximal 30 Grad betragen. Zur Orientierung: ein Rasenroboter kann nur etwa halb so steile Rampen befahren.

Barrierefreier Zugang mit Hilfe einer Rampe mit entsprechender Breite.

Wem allerdings die Barrierefreiheit einer Rampe am Herzen liegt, der sollte auf deutlich flachere Bauweisen achten. Für den öffentlichen Bereich gibt es hierbei Vorgaben für das Maximalgefälle von 6 % bei einer Höchstlänge von 6 m. Sollte nach dieser Strecke der Höhenunterschied noch nicht vollständig überwunden sein, so muss auch hier mit einem Zwischenpodest von mind. 1,5 m gearbeitet werden, um danach wieder ein bis zu 6 m langes Rampenelement anschließen zu können. Außerdem müssen auf beiden Seiten Handläufe und Radabweiser an der Rampe angebracht werden.

Darstellung der verschiedenen Neigungen.

Diese Vorgaben gelten zwar nur im öffentlichen Raum, sollten aber auch im Privatbereich weitestgehend eingehalten werden, um Rollstuhlfahrern eine barrierefreie Nutzung der Rampe zu ermöglichen. Je nach Höhenunterschied können solche barrierefreien Anlagen daher relativ groß und massiv werden. Eine platzsparende, allerdings auch kostenintensivere Alternative wäre in solchen Fällen dann der Einbau eines Rollstuhl-/Treppenlifts für den Außenraum.

Abschluss

Damit die Treppe oder die Rampe nicht zu verloren im Garten aussehen, sollte die angrenzende Gestaltung mit den baulichen Elementen zusammenspielen. Da die Treppe beispielsweise seitlich oft von Mauern umgeben ist, empfiehlt sich der Einbau eines Hochbeetes in die Mauersituation. Dieses Hochbeet kann man dann nach Lust und Laune bepflanzen. Hingegen eignen sich bei der Rampe seitlich sehr gut Pflanzflächen mit dem gleichen Böschungswinkel.

Nicht nur im öffentlichen Raum, auch im privaten sollte der barrierefreie Zugang thematisiert und berücksichtigt werden.

Nun haben Sie einen kurzen Überblick über die Möglichkeiten der Höhenüberwindung im Garten erhalten und sind informiert, worauf man bei den jeweiligen Lösungen achten sollte. Wir hoffen Ihrer Gestaltung des Hanges steht nun nichts mehr im Wege, ansonsten steht Gardomat nur einen Höhensprung / Mausklick weit entfernt.


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