Wurzeln und ihre Wurzelsysteme

Wurzeln? Wurzelsysteme? Was gibt es da zu wissen?

Im Allgemeinen gibt es drei verschiedene Systeme nach denen die Wuchsform der Wurzeln eingeteilt werden: Flachwurzler, Herzwurzler und Tiefwurzler.

Wurzelsysteme

Wurzelsysteme

Flachwurzler breiten sich vorwiegend horizontal in den obersten Bodenschichten aus, sodass ein strahlenförmiges Gebilde an Wurzeln entsteht. Kleinere Seitenwurzeln wachsen auch senkrecht in den Boden, für eine bessere Verankerung. Typische Flachwurzler sind Fichte (Picea-Arten) und Weide (Salix alba), aber auch Lebensbaum (Thuja-Arten), Fächer-Ahorn (Acer palmatum) und Hartriegel (Cornus-Arten) zählen dazu.

Die Herzwurzler bilden viele starke Wurzeln aus, die sowohl senkrecht als auch horizontal ins Erdreich wachsen. So entsteht ein herzförmiges Netz an Wurzeln. Vor allem Spitz-Ahorn (Acer platanoides), Erle (Alnus glutinosa), Birke (Betula pendula) und Linde (Tilia-Arten) weisen diese Wuchsform der Wurzeln auf.

Bei den Tiefwurzlern bilden die Pflanzen eine lange, starke Hauptwurzel aus, die senkrecht in den Boden wächst, eine sogenannte Pfahlwurzel. Typische Vertreter für Großbäume sind Eiche (Quercus robur), Kiefer (Pinus sylvestris) und Esche (Fraxinus excelsior). Auch einige Sträucher und Stauden bilden Pfahlwurzeln wie z.B. Apfelbeere (Aronia melanocarpa), Flieder (Syringa vulgaris), Lupine (Lupinus polyphyllus), Löwenzahn (Taraxacum officinale) und Gemüse wie Möhre, Meerrettich und Rote Bete.

Hinweise zum Einpflanzen und zur Pflege

Bevor man mit dem Einpflanzen beginnt, sollte man sich vorher informieren, welches Gehölz am besten für den ausgewählten Standort geeignet ist.
Flachwurzelnde Gehölze bevorzugen einen geschützten Platz, da sie durch ihre flachen Wurzeln stark windwurfgefährdet sind. Auch schlechte Bodenverhältnisse vermindern die Stabilität der Pflanzen. Um die Konkurrenz im Wurzelraum zu reduzieren, sollten sie auch nicht mit anderen flachwurzelnden Pflanzen kombiniert werden. Sie nehmen Wasser und Nährstoffe hauptsächlich durch das versickernde Oberflächenwasser auf. Des Weiteren können die flachen Wurzeln bei starker Bodenbearbeitung leicht beschädigt werden. Es ist auch ratsam genügend Abstand (ca. 2,50 m) zu anderen Bauwerken und befestigten Flächen, sowie zum Nachbargrundstück einzuhalten, um mögliche Schäden durch die Wurzeln zu minimieren bzw. zu verhindern. Flachwurzler lockern aber den Boden auch auf und erleichtern den Zugang von Mikroorganismen.

Viele Herzwurzler bilden im Jugendstadium erst eine Pfahlwurzel aus, die dann im Alter durch starke Seitentriebe ergänzt wird. Dadurch erreichen sie eine bessere Verankerung als die Flachwurzler. Da sie auch viele oberflächennahe Wurzeln besitzen, vertragen sie, wie die Flachwurzler keine starken Bodenbearbeitungen und Bodenverdichtungen.
Sind im Boden Leitungen verlegt, ist es sinnvoll auf ein tiefwurzelndes Gehölz zu verzichten, da ansonsten diese Leitungen beschädigt werden könnten. Ohne solche Einschränkungen haben Tiefwurzler viele Vorteile gegenüber den Flachwurzlern. Sie breiten sich nicht so stark aus und verursachen keine Schäden an Bauwerken oder Terrassen in unmittelbarer Nähe. Somit lassen sie sich fast überall einsetzen. Auch eine Unterpflanzung mit Stauden und Sträuchern ist möglich, da die Tiefwurzler keine Wurzelkonkurrenz zu anderen Pflanzen ausüben. Sie beziehen ihre Wassergaben und Nährstoffe aus tieferen Bodenregionen und sind dadurch unabhängiger und müssen weniger gegossen werden.
Zudem lockern tiefwurzelnde Pflanzen den Boden durch ihre Pfahlwurzel auf und tragen zur Bodenverbesserung bei. Als nachteilig erweist sich die starke Hauptwurzel beim Umsetzen des ausgewählten Exemplars. Bei Gehölzen mit einer Pfahlwurzel funktioniert dies nur in einem recht jungen Alter und die Wurzel muss unbeschädigt und komplett ausgegraben werden. Wird sie dabei beschädigt oder gar abgetrennt, dann wächst das Gehölz nicht an und stirbt ab.

Hinweise zum Entfernen von Baumstümpfen

Die Art der Entfernung richtet sich in erster Linie nach dem Durchmesser des Stammes. Ist dieser größer als 50 cm sollte eine maschinelle Unterstützung erfolgen. Eine Resthöhe des Stammes von ein bis zwei Metern ist von Vorteil und verstärkt die Hebelwirkung. Flach- und Herzwurzler mit einem geringen Durchmesser können mit Hilfe eines Spatens oder einer Eisenstange ausgegraben bzw. ausgehebelt werden. Durch das breite Wachstum sollte ein größerer Kreis von zwei bis vier Metern ausgegraben werden, damit das Aushebeln oder Herausziehen erleichtert wird. Bei Tiefwurzlern muss die Wurzel relativ tief freigelegt werden. Die Seitenwurzeln können dabei vernachlässigt werden.

Als Hilfsmittel bei Wurzeln im Boden sollten mechanische Sägen bevorzugt werden. Automatische Sägen können durch den Kontakt mir Erde reißen, blockieren oder überhitzen. Der Einsatz eines Flaschenzuges ist möglich, wenn ein starker Baum oder ähnliches sich in der Nähe zum Baumstumpf befindet. Kleinere Stümpfe lassen sich so auch direkt aus dem Boden ziehen. Größere Maschinen wären eine Stubbenfräse, die den Stumpf zu Holzspänen zerkleinert, der Traktor, der den Stumpf mit einer Kette herauszieht oder ein Bagger, der den Stumpf mit Wurzel ausbaggert. Natürlich kann man auch eine professionelle Entfernung veranlassen, die aber mit größeren Kosten verbunden ist. Die natürliche Verrottung unter Luftabschluss ist langwierig. Löcher oder Schlitze gefüllt mit Kompost, beschleunigen die Verrottung, wirken aber in erster Linie nur am Stumpf.

Baumstümpfe können auch als Deko-Elemente im Beet verwendet werden. Auch als Naturtisch, Ständer für Futterhäuschen, Vogeltränken oder Blumenschalen oder als Sitzgelegenheit kann man einen alten Baumstumpf umfunktionieren.


36 Gedanken zu „Wurzeln? Wurzelsysteme? Was gibt es da zu wissen?

  1. Vielen Dank für diese Übersicht zur Bearbeitung von Wurzeln – insbesondere von Baumstümpfen. Ich kann leider nicht sagen, dass der Baumstumpf, den wir entfernen wollen klein ist, daher wreden wir Ihrer Empfehlung folgen und eine Stubbenfräse leihen. Eine Frage noch: Ist eine Stubbenfräse das gleiche wie eine Wurzelstockfräse?

  2. Hallo, wir haben vor 4 Jahren einen Kugelbaum Nana bignoniodes gepflanzt. Leider direkt über den Kanal. Bisher ist nichts passiert und würden den Baum gerne stehen lassen. Müssen wir bedenken haben? Es ist ja kein Tiefwurzler.
    Können Herzwurzler so tief gehen? Danke für die Beantwortung

    1. Hallo Sabrina,

      vielen Dank für deine Nachricht und Nachfrage!
      4 Jahre ist für den Kugel-Trompetenbaum noch nicht besonders lang, um sein Wurzelwerk so auszubreiten.
      Daher ist wahrscheinlich noch kein Problem aufgetaucht, aber in weiteren 4-5 Jahren würden die ersten Wurzeln trotz alledem den
      Kanal sehr nahe kommen. Daher würden wir aus Erfahrung her sagen, dass es besser wäre, denn Trompetenbaum lieber jetzt noch einmal
      rauszunehmen und umzusetzen, bevor es dann große Probleme oder Schwierigkeiten gibt.
      Vielleicht findet sich im Garten woanders noch ein Plätzchen?!

      Wir hoffen, du findest eine gute Alternative und wünschen Dir weiterhin viel Freude mit deinem Garten!

      Beste Grüße,
      dein GardoTEAM

  3. Hallo,
    ich habe auf meinem Grundstück einige ca. 45 Jahre alte Fichten stehen, deren Wurzeln an umliegenden Gebäuden ihre Spuren hinterlassen haben. Und ich meine mich zu erinnern, dass ich irgendwo mal gelesen habe, dass Fichten ab einem bestimmten Alter ihr Wurzelwachstum einstellen. Da ich die Bäume trotz der inzwischen behobenen Schäden erhalten möchte, würde ich gerne wissen, ob Sie bestätigen können, dass Fichten ab einem gewissen Alter kein Wurzelwachstum mehr aufweisen. Falls dem so ist, ab welchem alter wachsen die Wurzeln nicht mehr?

    Viele Grüße
    Philipp

    1. Hallo Philipp,

      interessante Theorie, aber leider haben wir davon noch nichts gehört gehabt.
      Wir forschen da gerne noch einmal genauer nach, aber zum jetzigen Stand ist uns dies unbekannt.

      Wir hoffen, die Fichte kann trotzdem erhalten bleiben und es kommt zu keinen neuen vehementen Schäden.

      Beste Grüße,
      das gardoTEAM

    1. Hallo Frau Dehne,

      die Wurzeln vom Bienenbaum sind schon weitreichend und generell wird der Bienenbaum 8-12 m breit, daher kann man bei den Seitenwurzeln mind. von der Hälfte bis zu ein drittel rechnen.
      Am besten Sie gehen von einem Radius von 2-3 Metern aus.

      Beste Grüße,
      das gardoTEAM

    2. Hallo,
      ich habe eine große gepflasterte Terrasse und nur einen kleinen Garten. Ich wollte einige Äpfel, Birnen und
      Reneklode Bäume haben. Da aber diese Bäume auch Bestäuber benötigen komme ich mit meinem Platz knapp / sehr
      knapp. Alle Bäume sind Buschbäume (auf schwachwachsende Untelagen,kleinbleibend) und sie werden ausgewachsen um die 3 – 4 Meter hoch. Sie werden auch zurück geschnitten um die Größe nicht über 3 Meter wachsen zu lassen und den Fruchtertrag zu steigern. Kann ich die Bäume, die keinen Platz mehr in meinem Minigarten bekommen könne in großen Töpfe (ca.50 cm Durchmesser x 30 cm Höhe) pflanzen?
      Danke!
      Mit freundlichen Grüßen
      Berta

      1. Hallo Berta,
        vielen Dank für deine Nachfrage.
        Wir befürchten leider, dass die Topfgröße von 50 cm Durchmesser und eine Höhe von 30 cm zwar für die ersten Jahre ausreichend wäre, aber auf lange Sicht eben nicht.
        Nach 3-4 Jahren wäre wahrscheinlich nicht mehr viel Substrat da und der Topf bestände fast nur noch auch Wurzelwerk, dann würde der Ertrag weniger werden.
        Vielleicht lieber einmal in die Nachbarsgärten schauen, welches Obst dort eventuell sich befindet. Andere Bestäuberpflanzen müssen nicht nur im eigenen Garten zu finden sein, die Insekten legen ja auch ein paar Meter zurück… 😉
        Wir hoffen, wir konnten trotzdem helfen und wünschen viel Freude im Garten.
        Dein gardoTEAM

  4. Hallo, ich habe zwei Birken in einem Abstand von 4-5 m von der Abwasserleitung stehen.
    Die Gemeinde will sie fällen, weil sie um die Abwasserleitung fürchten.
    Ich würde sie aber gern stehen lassen. Was meinen Sie?
    Vielen Dank. Uta

    1. Hallo Uta,

      die meisten Birken sind Flachwurzler, aber generell hängt es von der Birkenart ab.
      Daher kann man nicht pauschal sagen, dass die Wurzeln bis zur Abwasserleitung reichen.
      Aber grundsätzlich ist es auf jeden Fall so, dass die Wurzeln immer den Weg zum Wasser suchen.
      Und dann sind 4-5 m nicht so weit entfernt, als dass die Wurzel das nicht erreichen könnte.
      Und wenn eventuell doch einmal ein Leck sein sollte, ist dies noch interessanter.

      Außerdem besteht noch die Frage, woraus die Abwasserleitung gefertigt ist?
      Wenn diese noch älter ist und das Material vielleicht schon poröser ist, dann kann die Birke oder auch ein andere Gehölz die Abwasserleitung beschädigen.

      Wenn Sie keinen Stress mit der Gemeinde haben wollen, ist es wohl sinnvoller die Birken fällen zu lassen, aber ob Sie eine Gefahr für die Abwasserleitung darstellen, lässt sich anhand der wenigen Informationen schwer sagen. Vielleicht kann man woanders eine neue Birke dafür setzen?

      Wir hoffen, wir konnten etwas helfen – bei weiteren Detailfragen gerne auch per Mail direkt an info@gardomat.de

      Ihr gardoTEAM

  5. Guten Tag,

    ich habe 2 Fragen zur Gefährdung der Hausanschlüsse und des Pflasters durch Wurzeln:

    1. Mein Haus-Wasseranschluss liegt 1,25m tief, darüber liegt der Elektroanschluss 0,80m tief
    und darüber liegen 0,60m tief Breitbandkabel und Telefonkabel und Gasanschluss.
    Direkt über diesen Hausanschlüssen sind gepflanzt:
    „Kolkwitzia Amabillis“ (über 3m groß, gepflanzt 1996) und „Spirea“ (soll ca. 1m groß werden, gepflanzt 2019)
    2m danaben ist gepflanzt 1996: Felsenbirne „Amelanchier lamarkii sol.“

    2. Stechpalmen „Ilex Blue Prince“ und „… Prinmcess“ sind über dem Abwasserrohr, welches in 1,25m Tiefe liegt
    1996 gepflanzt

    Besteht die Gefahr, dass einige diese Pflanzen die Hausanschlüsse beschädigen ?
    Da auch eine Pflasterfläche in der unmittelbaren Nähe ist (ca. 1m entfernt): Besteht die Gefahr, dass das Pflaster beschädigt wird ?

    Vielen Dank
    MfG
    Wolfgang

    1. Hallo Wolfgang,

      vielen Dank für deine Fragen.
      Bislang hat die Kolkwitzie keine Schäden verursacht? Vom Wurzelwachstum her, würden wir schon denken, dass auf lange Sicht die Wurzeln der Kolkwitzie die Leitungen beeinträchtigen könnten. Es hängt natürlich auch etwas davon ab, woraus die Leitungen gefertigt sind. Denn prinzipiell werden die Leitungen in Leerrohre aus PE-Rohren verlegt und diese sind eingentlich recht stabil gegen Wurzeldruck. Eine alte Keramikleitung für das Abwasser wäre aber natürlich gefährdeter.
      Die Spiere sollte gar keine Probleme machen, da ist der Wurzelwachstum nicht so groß.
      Die Felsenbirne befindet sich 2 Meter neben der Leitung oder 2 Meter neben der Kolkwitzie? Sollte die Felsenbirne auf der Leitung gepflanzt sein, dann würde die Pflanze mit Sicherheit Probleme machen irgendwann, 2 Meter Abstand von der Leitung sind aber ausreichend und Sie kann bleiben.

      Hast du die Stechpalmen als Solitär gepflanzt und sind diese bereits sehr hoch gewachsen? Oder hast du die Stechpalme eher als Hecke ausgebildet oder Strauchartig bis zu einer Höhe von 1,80m? Als ausgewachsene Pflanze oder Solitär wird die Stechpalme wohl auch irgendwann Probleme bereiten können. Als kleinwüchsige Pflanze, die vom Höhenwachstum zurückgehalten wird, sollte eigentlich machbar sein. Da sind die 1,25 m Differenz wohl ausreichend.

      Nein, das Pflaster sollte auch weit genug entfernt sein und die Wurzeln dieser Pflanze sind auch nicht so bodennah in der Ausprägung. Eher die Wurzeln von Großgehölzen können einen Schaden im Pflasterbereich manchmal verursachen, wenn das Gehölz auch zu nah gepflanzt ist.

      Wir hoffen, wir konnten dir erst einmal weiterhelfen. Wenn du noch weitere Fragen hast, dann schreibe uns gerne noch einmal hier im Blog oder direkt an info@gardomat.de oder rufe uns an unter 0351 – 40 45 590 an. Bis dahin alles Gute dir weiterhin und viele Grüße,

      dein gardoTEAM

      1. Hallo gardoTeam,

        Vielen Dank.

        Habe ich das grundsätzlich richtig verstanden:
        Je kleiner man die Pflanzen durch Rückschnitt hält, desto kleiner bleiben dann auch die Wurzeln ?
        Ein nachträgliches Wurzel-Verkleinern durch Rückschnitt ist aber sicher nicht möglich.

        Zu Kolkwitzie:
        Ich werde wohl sicherheitshalber die Kolkwitzie wegnehmen. Wäre Spiere, Zaubernuss oder Winterschneeball ein guter Ersatz (Flachwurzler wegen der Kabel, aber Pflaster ist nur 50 cm weit weg)?

        Zu den Stechpalmen
        Zwei Stechpalmen stehen zusammen allein direkt über dem Abwasserrohr. Waren schon etwas über 2 m. Ich habe sie auf 1,80m zurückgeschnitten. Eine noch etwas kleinere Stechpalme steht in der Hecke, aber eben auch ziemlich genau über dem Abwasserrohr. Hier bin ich unsicher, was zu tun ist.

        Zur Felsenbirne:
        Die Felsenbirne ist schon recht groß (ca. 6m) und steht 2 m neben den Elektro- Gas-, Breitbandkabel- und Telefon-Zuleitungen, aber direkt über der Wasserzuleitung (Stahlrohr). Kann ich sicher stehen lassen so, oder ?

        MfG
        Wolfgang

        1. Hallo Wolfgang,

          genau, wenn man die Pflanze schon gar nicht so groß werden lässt, dann wird der Wurzelballen auch nicht so groß werden und entsprechend werden die Wurzeln nicht so tief und breit sich ausbreiten.
          Denn neben der Funktion der Nährstoffaufnahme dienen die Wurzeln ja auch als Sicherung der Pflanze. So wird der Wurzelballen auch etwa 2/3 Platz einnehmen, wie die Pflanze oberirdisch ausbreitet.
          Nachträglich ist ein starker Rückschnitt der Pflanze nicht gleichbedeutet, dass auch der Wurzelballen sich zurückzieht.

          Wir würden dir auch empfehlen, dass du die Kolkwitzie rausnimmt. Als Ersatz würden wir dir eine Spierenart vorschlagen. Die anderen Pflanzen sind zwar recht flachwurzelnd, aber sie könnten trotzdem noch die recht nah an der Erdoberfläche liegenden Leitungen trotzdem beeinträchtigen.

          Zu den Stechpalmen – aus welchem Material ist das Abwasserrohr gefertigt?

          Zur Felsenbirne – also die Leitungen für Elektro, Gas, Breitbandkabel und Telefon sollten vor den Wurzeln der Felsenbirne sicher sein, bei der Wasserleitung könnte es in 5-10 Jahren vielleicht trotzdem unsicher werden.
          Wie tief liegt die Wasserleitung im Boden? Auch etwa 1,25m? Wobei man davon ausgehen kann, dass die Felsenbirne schon recht ausgewachsen ist und der Wurzelraum daher schon gut „ausgewachsen“ ist oder sich etabliert hat.
          Dennoch wäre zu berücksichtigen, dass extreme Sommer mit andauernder Hitze natürlich das Wasser in den oberen Bodenschichten nicht hält und demnach auch die Pflanzen mit Ihren Pflanzen tiefer gehen, wo Wasser dann kommt.

          Viele Grüße,
          dein gardoTEAM

          1. Hallo gardoTeam,

            Vielen Dank.

            die Wasserleitung ist Stahlrohr und liegt wie am Anfang beschrieben 1,25m tief in der Erde.

            Das Abwaserrohr liegt 2,50 tief in der Erde (Da habe ich mich bei der ersten Anfrage mit 1,25m verschrieben)
            und ist, wenn ich mich richtig erinnere, aus Ton.

            MfG
            Wolfgang

          2. Guten Morgen Wolfgang,

            in Ordnung dann würden wir dir raten, die Kolkwitzie rauszunehmen und anstelle dieser eine Spierenart zu pflanzen.
            Die Stechpalmen können drinnen bleiben, da das Abwasserrohr ja 2,50 m tief liegt. Das sollte nicht beeinträchtigt werden von der Wurzeln.
            Bei der Felsenbirne würden wir dir schon eher raten, diese rauszunehmen, da 1,25 m nicht besonders tief ist. Auch wenn die Leitung aus Stahl gefertigt ist.

            Wir hoffen, wir konnten weiterhelfen.
            Ales Gute und viele Grüße,

            dein gardoTEAM

  6. Hallo,

    wir wollen eine Sumpf-Eiche zur Beschattung der Terrasse pflanzen. In einem Teil vor der Terrasse sind in der Rasenfläche Energiekörbe (Durchmesser 0,80 cm/ tief ca. 6 m, darüber ca. 2-3 m Erdreich) für unsere Wärmepumpe verlegt. Wie viel Abstand sollte die Sumpf-Eiche von den Energiekörben haben, um eine Beschädigung der Leitungen sicherzustellen?

    Welchen Durchmesser / Höhe kann die Sumpf-Eiche im ausgewachsenen Zustand erreichen?

    Außerdem soll im der Einfahrt eine Felsenbirne / Hochstamm gepflanzt werden. Das Beet ist groß, unterhalb des Beetes verlaufen aber Abwasser, Strom, Telefonkabel (in KG Rohren verlegt). Welcher Abstand ist hier zu beachten?

    Vielen Dank für die Tipps im Voraus
    MfG
    Annette

    1. Hallo Annette,

      vielen Dank für deine Fragen.
      Soll es wirklich die allgemeine Sumpf-Eiche (Bot. Quercus palustris) werden oder eine speziellere Sorte?
      Die allgemeine Sumpf-Eiche wird nämlich sehr groß und breit – bis 25m in der Höhe und bis zu 20 m in die Breite, wenn der Baum richtig auswächst.
      Überlegen Sie also noch einmal, ob so ein Großgehölz in Ihren Garten passt und nicht die komplette Terrasse und den Garten überschattet.

      Generell sagt man, dass ein Gehölz schon etwa 2 m Abstand zu Leitungen oder dergleichen haben sollte. Dies würden wir Ihnen auch als Mindestabstand zu den Energiekörben empfehlen.
      Diesen Abstand können Sie sich auch als Richtwert für die Felsenbirne nehmen.

      Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen. Sollten noch Fragen offen sein, kontaktieren Sie uns gerne noch einmal!

      Beste Grüße,
      dein gardoTEAM

  7. Wie Sie bereits erwähnen, gibt es verschiedene Wurzelsysteme von Bäumen auf die man beim Umpflanzen achten muss. Wir werden auf unserem Hof mehrere Bäume an einen anderen Ort umsetzen und diese mit dem FTG von Källefall transportieren. Die ausgeprägten Wurzelsysteme, welche Sie zeigen, versuchen wir dabei möglichst mitzunehmen. Vielen Dank für Ihren Beitrag.

  8. Ich habe eine Birke im Garten deren Wurzeln ins Pflaster bis zum Mauerwerk des Hauses reichen. Kann man diese einfach kappen ? absägen ? wächst die Birke ohne diese Wurzeln einfach weiter ?

    1. Hallo Erna,

      vielen Dank für deine Nachricht und Frage!
      Es kommt ein wenig darauf an, welche Wurzeln das sind, aber wir gehen mal davon aus, dass es sich um die Nebenwurzeln handelt, dann sollte das kappen kein Problem darstellen.
      Aber bitte bedenkt, dass der Wurzelraum nicht zu einseitig eingekürzt werden sollte, sollte es sollte besser gleichmäßig an allen Seiten passieren, damit keine einseitige Belastung für die Pflanze entsteht!
      Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du uns auch ein Bild an info@gardomat.de zu senden!
      Wir wünschen viel Erfolg und stehen bei weiteren Fragen gern zur Verfügung!

      Beste Grüße,
      dein gardoTEAM

  9. Hallo,
    ich habe Birken neben einer Betonzisterne stehen. Besteht unter Umständen die Möglichkeit das die Wurzeln der Birke die Zisterne beschädigen könnten?

    1. Hallo Kristin,

      da es sich um eine Betonzisterne handelt, bist du auf jeden Fall schon einmal auf der besseren Seite, als wenn es sich um eine Kunststoffzisterne handeln würde.
      Kleinere Beschädigungen könnten natürlich an der Zisterne, aufgrund der Birkenwurzeln entstehen, aber dennoch sollte die Zisterne weiterhin funktionsfähig sein.

      Viele Grüße,
      dein gardoTEAM

  10. Hallo gardoTEAM,

    Beim Neubau müssen wir ein paar Bäume als Ersatzpflanzung leisten und wir haben zur Auswahl folgende Baumarten:
    Wir haben nicht zu viel Platz, so dass die Breite der Wurzeln uns sehr wichtig ist (wegen Leitungen und Pflastersteine)

    Welcher Radius/wie viel Platz benötigen die Wurzeln folgende Bäume?

    Hainbuche Frans Fontaine
    Vielblütiger Apfel (Malus floribunda)
    Winterzierkirsche (Prunus subhirtella Autumnalis)
    Rotbuche als Heckepflanzung
    Tulpen Magnolie (Magnolia x Soulangeana)

    Vielen Dank!

    1. Hallo Steven,

      ganz pauschal kann man deine Frage leider nicht beantworten, da die Wuchsstärke und damit auch das Wurzelvolumen der Bäume von Faktoren wie Licht, Wasser und Boden abhängen. Die Rotbuche und Tulpen-Magnolie sind allerdings Flachwurzler. Ihre Wurzeln gehen also mehr in die Breite als in die Tiefe und wären daher für euch eher ungeeignet. Die Hainbuche ‚Frans Fontaine‘, der Vielblütige Apfelund die Winterzierkirsche hingehen zählen zu den Herzwurzlern. Hier wäre ein Pflanzabstand von ca. 2,5 – 3 m zu größeren Bauwerken und Leitungen angemessen.

      Viele Grüße vom gardoTEAM!

  11. Vielen Dank für diese Tipps zum Entfernen von einem Baumstumpf. Mein Nachbar musste einen kranken Baum fällen und fragt sich nun, wie er den Stumpf entfernen kann. Ich habe ihm vorgeschlagen, es mit Schwenkrotatoren zu probieren. Sollte das nicht klappen, werde ich ihm den Einsatz einer Stubbenfräse empfehlen, um den Stumpf in Späne zu verwandeln.

  12. Hallo, liebes gardoTEAM,
    bei Anlage unseres „riesigen“ Neubaugartens (50 m2) habe ich einfach drauf los gepflanzt, unter anderem Strauchrosen, Flieder (Tiefwurzler), Magnolie Satisfaction (angebl. bis 2 m Wuchshöhe), Blutpflaume und angebl. kleinbleibender Japan. Ahorn.
    Meine Frage: Wie tief werden die Wurzeln dieser Gewächse ins Erdreich eindringen? Unter den kleinen Gärtchen ist eine Tiefgarage gebaut.
    Übrigens: Den Tipp mit der Wuchshöhenbeschränkung werde ich mir zu Herzen nehmen!
    Liebe Grüße
    Sissy

    1. Hallo Sissy,

      so pauschal ist deine Frage leider nicht zu beantworten. Wie tief genau die genannten Pflanzen wurzeln, hängt beispielsweise davon ab, welche Sorten es sind und wie gut sie mit dem Standort zurechtkommen. Eine großwüchsige Strauchrosen-Sorte, die optimales Licht und Nährstoffe bekommt, wird mehr / tiefer wurzeln, als ein Zwergflieder, der eventuell zu wenig Sonne abbekommt oder nicht den idealen Boden zur Verfügung hat. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass Magnolien, japanischer Ahorn und in der Regel auch Flieder Flachwurzler sind. Ihre Wurzeln verlaufen also eher in die Breite als in die Tiefe. Strauchrosen und die Blutpflaume hingegen sind Tiefwurzler. Deren Hauptwurzel kann mit der Zeit also mehrere Meter in die Tiefe reichen. Je nachdem wo die Tiefgarage unter dem Garten beginnt, könnte es hier also langfristig problematisch werden. Du könntest dann beispielsweise mit Hochbeeten oder Wurzelsperren arbeiten, um die Tiefenausdehnung der Wurzeln zu begrenzen.

      Wir hoffen, wir konnten weiterhelfen und wünschen weiterhin viel Spaß und Freude beim Gärtnern.

      Viele Grüße,
      dein gardoTEAM

  13. Hallo liebes gardoTEAM

    Ich hoffe Ihr könnt auch mir eine Frage beantworten. 🙂
    Würde ein Fliederbaum, der ca. 1m entfernt von einer Regenwasser-Zisterne gepflanzt wurde, den Beton der Zisterne beschädigen?

    Im Voraus bedanke ich mich recht herzlich.
    Viele Grüße
    Angelika

    1. Hallo Angelika!
      Flieder ist eigentlich ein Flachwurzler, das heißt er breitet seine Wurzeln vor allem dicht unter der Bodenoberfläche aus. Es kommt jedoch häufig vor, dass er auch tiefe Wurzeln ausbildet, es gibt hier also leider keine eindeutige Aussage, wie sich die Wurzeln konkret verhalten werden. Jedoch lässt sich allgemein sagen, dass die Wurzeln einer Pflanze genauso groß werden wie deren Äste und Zweige. Wenn du also einen großen Flieder hast, könnte 1m Abstand etwas wenig sein.
      Allerdings glauben wir nicht, dass der Flieder die Zisterne beschädigen wird. Wahrscheinlicher ist es, dass der Flieder nicht optimal wachsen kann, weil ihm der Platz aufgrund der Zisterne fehlt. Das soll aber nicht heißen, dass er deshalb sofort eingeht, vielmehr könnte er etwas kleiner ausfallen oder langsamer wachsen.
      Wir hoffen, wir konnten dir damit etwas weiter helfen.
      Viele Grüße,
      dein gardoTEAM

  14. Hallo liebe Gartenexperten,

    ich habe zwei große nahestehenden Birken im Garten die ich unbedingt erhalten möchte, würde aber auch unterhalb der Birken gerne mein Tomatenbeet erweitern. Ich habe dazu Erde abgetragen und sehe nun eine ca. armdicke Wurzel bei der ich mir ernsthaft überlege ob ich sie absägen kann oder damit riskiere dass eine der Birken dann beim nächsten Sturm umstürzt. Die Birken sind ca. 30 Jahre alt und als Herzwurzler müsste es in der sehr festen Erde noch genügend Halt geben aber ich bin mir nun einfach unsicher ob die Birke bei Abtrennen dieses Wurzelstranges nun eine neue Wurzel ausbilden würde oder der Halt im Erdreich nachhaltig gefährdet wäre. Hätten Sie mir hier einen Rat?

    1. Hallo Joachim,
      im Normalfall wird Ihre Birke auch durch die Entfernung einer etwas größeren Wurzel den nächsten Sturm gut überstehen, da sie, wie Sie schon richtig geschrieben haben, ein Herzwurzler ist und sie ja schon ein paar Jahre alt ist. Sie hat also vermutlich genügend andere starke Wurzeln, um sich fest im Boden zu halten.
      Allerdings ist die Entfernung einer armdicken Wurzel für den Baum eine ziemliche Belastung, da ihm dadurch wichtiges Wurzelgeflecht verloren geht, mit dem er Wasser und Nähstoffe aufnimmt. Außerdem ist so ein Schnitt wie eine Wunde, durch die auch Fremdkörper und Krankheiten eindringen können. Es gibt zwar spezielle Wurzelpaste die aufgetragen werden kann, um die Wunde zu schließen, dennoch bleibt ein gewisses Risiko, dass der Baum nachhaltigen Schaden nimmt.
      In dem konkreten Fall würden wir Ihnen daher empfehlen, die Wurzel intakt zu lassen. Rein platztechnisch stört auch eine einzelne Wurzel in der Regel die Tomaten nicht wirklich. Deinen Tomaten sollte es also nicht schlechter dadurch ergehen, dass die Wurzel ins Beet ragt.
      Insgesamt würden wir aber empfehlen, das Beet vielleicht in eine andere Richtung zu erweitern, da der Standort unter einem Baum nicht wirklich optimal ist für die Sonnen- und Nährstoffliebenden Tomaten.
      Wir hoffen wir konnten Ihnen bei Ihrer Entscheidung etwas helfen.
      Viele Grüße
      Ihr GardoTEAM

  15. Hallo liebes GardoTEAM,

    Wir würden gerne einen Lorbeerbaum in eine rechteckige Öffnung (ca. 70x160cm, und die Mitte ist ca. 2,5m von der Hauswand entfernt) auf unserer Terrasse pflanzen. Wir sind besorgt, dass die Wurzeln die Keramikplatten auf unserer Terrasse anheben, oder das Fundament des Hauses beschädigen könnten (wir haben keinen Keller). Könnt ihr uns bitte einen Rat geben? Vielen Dank im Voraus!

    Liebe Grüße,
    Marianna

    1. Hallo Marianna,
      wir würden dir empfehlen, eine Wurzelsperre um den Wurzelballen des Baumes einzubauen. Durch die kann der Baum sich mit seinen Wurzeln nur in dem abgesperrten Bereich und nach unten ausbreiten und bleibt somit von deinen Platten und dem Fundament fern. Allerdings wird er dadurch auch etwas in seinem oberirdischen Wuchs behindert, fällt also vermutlich etwas kleiner aus als normal.
      Bei einem Echten Lorbeerbaum (Laurus nobilis) würden wir dir aber empfehlen, ihn in einem Kübel auf die Terrasse zu stellen, da ein solcher Baum in Deutschland im freien nur schwer überwintert werden kann. Im Kübel könnte man ihn dann einfach an einen kältegeschützten Ort stellen und hätte auch das Problem mit den Wurzeln nicht.
      Wir hoffen, wir konnten dir damit ein wenig weiterhelfen.
      Dein gardoTEAM

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