Einstiegsbild zum Thema Kleintiere im Garten

Kleintiere in Ihrem Garten!

Nach den Herbstpflanzen von letzter Woche folgt nun das Kleintier im Garten. Wir stellen einige Kleintiere und ihre Nahrungsquellen und Winterquartiere im Garten vor. Damit auch ihr Garten für die kleinen Tiere ein Traumgarten werden kann.

Igel

Kleintier Nummer 1 ist der IGEL.

Unser erstes Kleintier sind die kleinen stacheligen Kugeln, die ab Mitte Oktober anfangen ihre Nester zu bauen. Die Jungigel bemühen sich noch weiter an Gewicht zuzulegen. Um diese Gewichtszunahme zu unterstützen, können sie bestimmte Sorten und Sträucher im Garten anpflanzen, dass noch genug Insekten, Schnecken oder Käfer vorhanden sind und so Fettreserven angefressen werden können. Bei anhaltenden Bodentemperaturen, um die null Grad suchen Igel ihr Nest auf. Selten ist nun noch ein Jungtier auf Nahrungssuche zu sehen.

Ab Mitte November schlafen dann schon die meisten Igel. Bis März bzw. April sind die Igel nun in ihren Nestern. Sollte das Wetter schlecht sein, kann dies auch schon mal bis in den Mai hineingehen. Da Igel bis auf kurze Unterbrechungen im Winterschlaf nicht reagieren, also nicht fliehen können, sollten sie nicht gestört werden. Das bedeutet, Reisig und Laubhaufen erst nach der Winterruhe entfernen. Sonst sind die Igel schutzlos anderen Feinden oder der Kälte ausgesetzt.

Um Igel in den Garten zu locken, sind ein paar Dinge zu beachten. Der Garten sollte naturnah bewirtschaftet werden, ohne Pestizide und Insektizide. Die kleinen stacheligen Helfer fressen Insekten und Schnecken. Lassen sie einen Laub- und Reisighaufen über den Winter in einer Gartenecke liegen. Ebenso wichtig ist die Aufnahme von Wasser, hierbei werden regelmäßig gefüllte Vogeltränken oder Gartenteiche sehr geschätzt.

Fledermäuse

Das zweite Kleintier ist die Fledermaus.

Das nächste Kleintier, was wir vorstellen wollen, ist die Fledermaus. Auch Fledermäuse sind akut bedroht und bedürfen unserer Unterstützung in den Gärten. Hier kann am besten geholfen werden, indem bestimmte Pflanzenarten vorhanden sind. Diese locken Insekten an und dienen den Fledermäusen als Nahrung.

Eine weitere wichtige Notwendigkeit sind Winterquartiere für die nachtaktiven, lautlosen Segler. Hier gibt es viele Möglichkeiten. Ein Fledermausbrett oder ein Flachkasten am Giebel des Hauses. Oder Kästen welche in den Bäumen befestigt werden. Diese gibt es zu kaufen oder Sie bauen sie selbst.

Um ein Fledermausbeet anzulegen, ist darauf zu achten, dass es nachtblühende, nektarreiche Pflanzen sind. Hierfür gibt es ein großes Angebot an Pflanzen, welches von Stauden, einjährigen über Kletterpflanzen bis hin zu Gehölzen reicht. Beispiele für Sommerblumen sind beispielsweise das Nickende Leimkraut (Silene nutans) oder die Wunderblume (Mirabilis jalapa). Folgend eine Übersicht für Pflanzenbeispiele für die weiteren Katagorien:

Und viele weitere mehr! Das Beste an den Pflanzen ist, dass dadurch nicht nur einer Art geholfen wird, sondern in der Regel immer mehreren. So werden die Früchte der Bibernellrose und des Holunders beispielsweise auch gerne von den Vögeln im Herbst verzehrt. Hingegen die Blüten dieser von den Insekten beliebt sind.

Bestimmte Tierarten benötigen bestimmte Pflanzen, um überleben zu können und jeder weitere Tierbesucher an einer Pflanze ist erfreulich und kann die Artenvielfalt sichern.

Eichhörnchen

Als letztes Kleintier stellen wir das Eichhörnchen vor.

Sehr beliebt bei uns Menschen ist das Eichhörnchen. Der Kletterkünstler ist auch sehr schön anzusehen, mit seiner scheinbar pausenlosen Geschäftigkeit und den tollkühnen Sprüngen von Baum zu Baum. Hierbei ist ihr buschiger bis zu 20cm lange Schwanz eine wichtige Steuer- und Balancehilfe. Die Fellfarben variieren von hellem Fuchsrot bis Schwarz. Der prägende weiße Bauch ist jedoch bei allen vorhanden. Wobei die heimischen Eichhörnchen Konkurrenz aus Nordamerika bekommen haben. Das Grauhörnchen hat in Großbritannien die Eichhörnchen schon weitestgehend verdrängt und etabliert sich auch in Mitteleuropa.

Um die kleinen flauschigen Weggefährten auch in ihrem Garten beobachten zu können, sollten Sie das folgende Nahrungsangebot bereitstellen. Eichhörnchen ernähren sich von energiereichen Früchten und Samen. Gerne fressen sie Bucheckern, Eicheln, Fichtensamen, Kiefernsamen und auch die des Ahorns. Auch Kastanien, Haselnüsse oder Walnüsse sind gerne gesehen. Da Eichhörnchen sich nur bedingt Winterspeck anfressen, verstecken sie Wintervorräte im Boden und tragen dazu unmittelbar zum Erhalt der Pflanzen bei. Im Sommer bekommt man sie meist am Vormittag und am Nachmittag zu sehen. Über Mittag wird Siesta gehalten. Im Herbst sammeln sie den ganzen Tag Vorräte und sind somit eher zu sehen. Im Winter sind sie nur wenige Stunden aktiv, um ihren Tagesbedarf zu decken. Die restliche Zeit ziehen sie sich in ihre Kobel zurück, von denen sie meist mehrere gleichzeitig benutzen.

Na wollen auch Sie eins der Kleintiere in Ihrem Garten antreffen? Dann haben sie nun die wichtigsten Infos, welche Pflanzen als Nahrungsquellen bevorzugt werden und wie sie dem Igel, der Fledermaus oder dem Eichhörnchen ein geeignetes Winterquartier schaffen können. Viel Freude beim Beobachten!


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